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Wie du mit Living Soil bessere Erträge erzielst

Wie du mit Living Soil bessere Erträge erzielst

Living Soil steht für Qualität, Nachhaltigkeit und Natürlichkeit im Cannabisanbau. Doch viele Grower stellen sich die Frage: Kann man damit auch richtig gute Erträge erzielen – oder ist organischer Anbau vor allem etwas für Aroma und Geschmack?

Die Antwort: Mit dem richtigen Setup, Geduld und einem stabilen Bodenleben lassen sich mit Living Soil nicht nur hochwertige, sondern auch ausgesprochen ertragreiche Pflanzen kultivieren. In diesem Beitrag erfährst du, wie du dein Living Soil System so nutzt und optimierst, dass die Ernte stimmt – ohne Chemie, ohne Überdüngung, ohne Stress.


Die Voraussetzungen für hohe Erträge in Living Soil

Anders als bei mineralischer Düngung kommt der Ertrag in lebender Erde nicht durch „mehr Dünger = mehr Masse“. Vielmehr beruht der Erfolg auf einem ausgewogenen Zusammenspiel von Bodenstruktur, Mikrobenaktivität, Pflanzenversorgung und Umweltbedingungen.

Wichtige Grundlagen:

  • Ausgereifte, vollwertige Erde mit allen Nährstoffen

  • Stabile mikrobiologische Aktivität (Komposttee, Mulch, Wurmhumus)

  • Ausreichendes Erdvolumen pro Pflanze (min. 40 L Indoor)

  • Gleichmäßige Feuchtigkeit und Belüftung

  • Lichtintensität dem Wurzelvolumen angepasst


1. Große Töpfe, große Wurzeln, große Blüten

Je mehr Erde deiner Pflanze zur Verfügung steht, desto stärker kann sich das Bodenleben entwickeln – und desto besser kann die Pflanze versorgt werden.

Empfohlene Topfgrößen:

  • Indoor: 40–60 Liter pro Pflanze

  • Outdoor: 100 Liter und mehr oder direkt ins Beet

Ein gut entwickeltes Wurzelsystem bedeutet: optimale Nährstoffaufnahme, hohe Vitalität und maximales Blühpotenzial.


2. Aktivität im Boden fördern

Das Bodenleben ist dein natürlicher „Düngemischer“. Je aktiver es ist, desto effizienter werden Nährstoffe umgesetzt und zur Verfügung gestellt.

Regelmäßig anwenden:

  • Komposttee oder Wurmtee – 1x pro Woche

  • Organic Malted Barley als Top-Dressing – fördert Enzyme und Wachstum

  • Kelpmehl oder Alfalfa – natürliche Pflanzenhormone für kräftige Blüten

  • Mulchschicht – hält Feuchtigkeit und liefert kontinuierlich Nahrung

Ein lebendiger Boden bringt gleichmäßiges Wachstum, reduziert Störungen und maximiert die Stoffwechselprozesse der Pflanze.


3. Stressfrei durch den Zyklus

Pflanzen, die keinen Stress durch Überdüngung, pH-Schwankungen oder Trockenschäden erleben, können ihr genetisches Potenzial voll ausschöpfen. Das zeigt sich nicht nur in der Gesundheit, sondern auch im Ertrag.

Wichtige Maßnahmen:

  • Keine Umtopfaktionen während des Zyklus

  • Nur mit entchlortem Wasser gießen

  • Gleichmäßiges Gießverhalten – nicht zu viel, nicht zu wenig

  • Gute Luftzirkulation und Temperaturkontrolle im Zelt

Stress minimieren bedeutet: Energie bleibt im Wachstum, nicht in der Reparatur.


4. Licht- und Wurzelzone aufeinander abstimmen

Ein häufiger Fehler: zu viel Licht bei zu wenig Wurzelvolumen. Das Bodenleben kommt nicht hinterher – und der Ertrag stagniert.

Tipp: Passe die Lichtintensität an die Topfgröße an. Faustregel: Je mehr Wurzelraum, desto mehr Licht kann verarbeitet werden.

  • 200–300 µmol/m²/s in der frühen Wachstumsphase

  • 500–700 µmol/m²/s in der späten Blüte (bei großer Wurzelmasse)

So vermeidest du Überforderung und erzielst stabile, dichte Buds.


5. Pflanzenstruktur gezielt fördern

In Living Soil wachsen Pflanzen meist gleichmäßiger – ohne starke Dünge-Spitzen. Um dennoch das Maximum herauszuholen, lohnt sich gezielte Strukturarbeit:

  • Low Stress Training (LST) zur Flächenvergrößerung

  • Entlaubung in der Mitte der Blütephase für bessere Luft und Licht

  • Netztechniken (SCROG) für gleichmäßige Verteilung

Diese Maßnahmen erhöhen die Lichtausbeute pro Fläche und ermöglichen größere, kompaktere Blütenstände.


6. Langfristige Pflege zahlt sich aus

Je länger du deine Erde verwendest und pflegst, desto besser wird sie:

  • Mehr Artenvielfalt im Bodenleben

  • Bessere Struktur durch Wurmaktivität

  • Stabileres Nährstoffgleichgewicht

  • Keine Überraschungen durch unausgeglichene Zutaten

Living Soil ist ein System, das sich mit jedem Durchgang verbessert – und mit dir zusammen lernt.


 

Mit Living Soil kannst du nicht nur aromatisches, sauberes und natürliches Cannabis produzieren, sondern auch beeindruckende Erträge erzielen – ganz ohne chemische Zusätze.

Das Geheimnis liegt im Verständnis des Bodens, in stabilen Bedingungen und in der richtigen Balance zwischen Erde, Licht, Wasser und Pflanze. Wer diesen Weg geht, wird feststellen: Qualität und Quantität schließen sich nicht aus – im Gegenteil, sie ergänzen sich perfekt.